Pressemeldung

VISPIRON plant den Bau von Pumpspeicherkraftwerken


München, 26. Februar 2014
VISPIRON ist von der energiepolitischen Notwendigkeit und dem wirtschaftlichen Erfolg flexibler Klein-Pumpspeicherkraftwerke überzeugt. Vor diesem Hintergrund hat VISPIRON ein Umsetzungskonzept entwickelt, dessen Realisierbarkeit derzeit in mehreren Regionen Deutschlands geprüft wird. In Bayern wird aktuell die Umsetzung von zwei Projekten untersucht. Die Geschäftsgrundlage sieht VISPIRON im weiteren Ausbau Erneuerbarer Energien und den daraus resultierenden Netzschwankungen.

Der Großteil des erforderlichen Spitzenstroms wird über Wärmekraftwerke erzeugt, die mit Kohle oder Gas betrieben werden. Aus Sicht des Klimaschutzes ist es zweckmäßig, den Anteil regenerativ erzeugter, elektrischer Energie zu erhöhen. Der Ausbau Erneuerbarer Energien führt jedoch aufgrund natürlicher Wetterunbeständigkeiten zu unvermeidbaren Netzschwankungen. Die Flexibilität von Pumpspeicherkraftwerken eignet sich hervorragend, um Stromangebot und Verbrauchernachfrage ökologisch und ökonomisch sinnvoll auszugleichen. Bei Energieüberschuss wird Wasser über unterirdische Rohrleitungen in ein höhergelegenes Oberbecken gepumpt. Wird Strom benötigt, fließt Wasser vom Oberbecken in das Unterbecken und treibt dabei eine Turbine an. Die Einbeziehung von Pumpspeicherkraftwerken in das Gesamtkonzept der Energiewende ist daher zwingend erforderlich, um den steigenden Bedarf von Regelenergie zu decken.

Der Einsatz flexibler Pumpspeicherkraftwerke führt darüber hinaus zu einer
Effizienzsteigerung in der Produktion Erneuerbarer Energien und somit zu einem verringerten Gesamtflächenverbrauch. Der nachfolgende Vergleich veranschaulicht, dass der Eingriff in die Natur im Verhältnis zu den notwendigen Maßnahmen der Energiewende gering ist:

Angenommene Energiemenge: 150.000 MWh/Jahr
Flächenbedarf durch Pumpspeicherkraftwerk: ca. 6 ha
Flächenbedarf durch Photovoltaik: ca. 300 ha
Flächenbedarf durch Windenergie (500m Abstand): ca.650 ha
Flächenbedarf durch Geothermie: ca. 25 ha
Flächenbedarf durch Biogas (inkl. Betrieb): ca. 15.000 ha

Regelkraftwerke entlasten das Stromnetz und ermöglichen die Erschließung weiterer Einspeisekapazitäten aus Wind und Sonne. Sie sind die Basis für die Fortsetzung der erfolgreichen Energiewende.

VISPIRON hat die wichtigsten Kriterien für eine erfolgreiche Projektrealisierung von Klein-Pumpspeicherkraftwerken und Fortsetzung der Energiewende wie folgt definiert:

1. Beteiligung aller Akteure
- Alle Erzeuger müssen am öffentlichen Netz angeschlossen bleiben, um die
öffentliche Infrastruktur zu stärken. Insellösungen auf Ebene der Einzelverbraucher oder auf Bundeslandebene führen zur Kostenexplosion und gehen zu Lasten der Allgemeinheit.
- Auch die Wirtschaft muss ihren Beitrag leisten und sich nicht über großzügige Ausnahmeregelungen der Verantwortung entziehen. Großverbraucher profitieren bereits von den günstigen Börsenpreisen.

2. Kleine und ortsverträgliche Projekteinheiten
- Klimaschutz hat Vorrang vor Umweltschutz. Trotzdem müssen die Auswirkungen für Mensch, Flora sowie Fauna möglichst gering bleiben und im Verhältnis zum Nutzen stehen.
- Faire Lasten- und Chancenverteilung beim Flächenverbrauch.
- Durch Bürgerbeteiligungen die Akzeptanz erhöhen und eine Partizipation am Erfolg ermöglichen.

3. Projekte müssen möglichst in die bestehende Netzinfrastruktur integriert werden
- Deutschland verfügt über eine sehr gut ausgebaute Netzinfrastruktur. Projekte müssen strategisch in die Infrastruktur eingebunden werden, um freie Potentiale zu nutzen.
- Projektgrößen müssen möglichst auf die bestehende Infrastruktur angepasst werden, um neue Kabeltrassen möglichst zu vermeiden.

4. Optimale Nutzung der Regionen und Flächen
- Deutschland verfügt über unterschiedliche Wetterregionen und Geologien.
Daher muss das jeweilige Energiepotenzial der Regionen mit höherer Aufmerksamkeit erschlossen werden:
o Sonnenenergie verstärkt im Süden
o Windenergie verstärkt im Norden
o Speichertechnologien in Bergregionen
- Bei allen Vorhaben müssen versiegelte Flächen, Konversionsflächen und ehemalige Bergzechen vorrangig genutzt werden.

5. Bau von Regelenergiekraftwerke zur Entlastung des Netzes und Abdeckung der Spitzenlast
Regelkraftwerke sind erforderlich, um bei Einspeisespitzen durch Sonnen und Windkraftwerke Energie zu speichern und bei Verbrauchsspitzen Energie in das Netz zu liefern.

Derzeit werden im oberbayerischen Alpenraum und im Lamer Winkel geeignete Standorte für den Bau eines Pumpspeicherkraftwerks gesucht. Zum jetzigen Zeitpunkt liegt keine abschließende Entscheidung über Beckenstandorte vor. Die Leistungsklasse und der Verlauf der unterirdischen Druckleitung können jedoch erst nach Festlegung der Standorte ermittelt werden. Sofern geeignete Standorte für das Ober- und Unterbecken gefunden werden, wird VISPIRON die Kraftwerksauslegung vornehmen und eine formale Antragsstellung bei den zuständigen Behörden einreichen. In diesem Prozess werden die Öffentlichkeit und Medienvertreter über Projektdetails informiert.

Bis dahin bitten wir die Presse und Öffentlichkeit um Verständnis, dass VISPIRON auf die zahlreichen Spekulationen aufgrund fehlender Faktengrundlage nicht reagieren kann. Die Berichterstattungen der lokalen Presse aus den vergangenen Tagen sind rein spekulativ.

VISPIRON in Kürze

Das Technologieunternehmen VISPIRON gliedert seine Geschäftstätigkeit in die vier Bereiche Messtechnik, Energy, Flottenmanagement und Engineering. Die ROTECMesstechnik wird weltweit seit über 25 Jahren im Bereich der Drehschwingungsanalyse von Motoren, Getrieben oder Turbinen eingesetzt. In der Sparte Energy werden Modul-Montagesysteme entwickelt und schlüsselfertige Photovoltaik-Kraftwerke der Megawattklasse sowie Pumpspeicherkraftwerke gebaut. Im Segment Flottenmanagement wird ein Fahrtenbuch Management System angeboten. Die Einheit Engineering ist mit den Schwerpunkten Elektrotechnik und Informationstechnologie Entwicklungspartner zahlreicher Industrieunternehmen. Die VISPIRON betreut über 200 Kunden an nationalen und internationalen Standorten.

Pressekontakt
carolin.cavadias(at)vispiron.de
Tel. +49 (0)89 45 24 50 017


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