Pressemeldung

Beirat des geplanten Pumpspeicherkraftwerks Johanneszeche nimmt seine Arbeit mit 17 Mitgliedern am 20.08.2014 auf; Scoping-Termin für den Raumordnungsprozess soll in Kürze erfolgen


17 Beiratsmitglieder des geplanten Pumpspeicherkraftwerks Johanneszeche werden sich am 20.08.2014, um 19.00 Uhr, zu ihrer ersten konstituierten Sitzung treffen. Neben der Besprechung wichtiger projektbezogener Themen werden erste gemeinsame Entscheidungen, wie die Wahl des Beiratsvorsitzenden, getroffen. Auf der Agenda stehen auch die Vorstellung und Erörterung des Entwurfs für den Raumordnungsantrag: VISPIRON hat am 31.07.2014 den Planungsprozess bei der Regierung der Oberpfalz angeschoben. Innerhalb der nächsten Wochen soll der gesetzlich vorgeschriebene „Scoping-Termin“ stattfinden. Hierbei handelt  es sich um ein Treffen von Vertretern verschiedener Behörden mit den nach dem Bundesnaturschutzgesetz anerkannten Naturschutzverbänden und Experten, in dem die Auswirkung des Projekts auf die Umwelt untersucht wird.

Hintergrund: Im Planungsprozess sind Untersuchungen über die Auswirkung des Projektes auf die Umwelt vorgeschrieben. Diese Auswirkungen werden in dem Umweltbericht oder Umweltprüfungen beschrieben. Damit der Ablauf möglichst effektiv durchgeführt werden kann, wird zuvor im sogenannten „Scoping“ (auf Deutsch Studie zur Festlegung des Untersuchungsrahmens) der Untersuchungsraum (räumlich) und Untersuchungstiefe (inhaltlich) festgelegt. Das Scoping ist nach EU-Richtlinie seit 1997 gesetzlich vorgeschrieben und in Deutschland in § 4 BauGB, § 5 UVPG und im Bundesnaturschutzgesetz geregelt.

Zum Vorhaben PSW Johanneszeche:
VISPIRON plant im Lamer Winkel ein Pumpspeicherkraftwerk zu bauen. Das PSW Johanneszeche soll über eine Leistung von bis zu 100 MWp verfügen und einen wichtigen Beitrag für die Energiewende in Bayern liefern. Das Kraftwerk soll ca. 200.000 MWh Strom pro Jahr speichern und bedarfsgerecht wieder zur Verfügung stellen. Mit dieser Strommenge können jährlich 57.000 Haushalte bzw. 228.000 Personen mit grünem Strom versorgt werden. Die CO2-Einsparung gegenüber der konventionellen Stromgewinnung liegt bei ca. 115.000 Tonnen pro Jahr. Diese jährliche CO2-Einsparung entspricht der CO2-Bindung einer Waldfläche von ca. 10.900 ha. Der Flächenverbrauch für dieses Projekt liegt im Vergleich bei lediglich ca. 15ha.Selbst der Ausbau von erneuerbaren Energien mit einer adäquaten Leistung (200.000 MWh) verursacht einen deutlich höheren Flächenverbrauch:

FLÄCHENVERGLEICH  BEI  200.000 MWh STROMPRODUKTION /-SPEICHRUNG PRO JAHR

ENERGIETRÄGERFLÄCHENBEDARF
PUMPSPEICHER
Johanneszeche
ca. 15 ha
GEOTHERMIEca. 20 [ha]
WINDENERGIE
(je WKA 500 m Abstand)
ca. 400 [ha]
PHOTOVOLTAIK
(Freifläche)
ca. 450 [ha]
BIOGASca. 10.000 [ha]

Mit einem Wirkungsgrad von über 80% sind Pumpspeicherkraftwerke die derzeit einzigen verfügbaren Regelkraftwerke im Großmaßstab. Das Potential von Pumpspeicherkraftwerken wird bei einem 80%-Ausbau der erneuerbaren Energien im Jahre 2050 auf ca. 16,5 GWp prognostiziert. In Bayern werden bis zum Jahr 2022 weitere fünf Atomkraftwerke abgeschaltet. Selbst wenn ein Teil dieser Leistung über erneuerbare Energien ersetzt werden soll, müssen ergänzende Speichertechnologien eingesetzt werden. Bayern bietet mit seinen Bergen einen idealen Standort für den Bau von Pumpspeicherkraftwerken. Dezentrale und flexible Pumpspeicherkraftwerke ersetzen  den Erhalt oder Neubau von konventionellen Kraftwerken und Stromtrassen.


VISPIRON in Kürze


Das Technologieunternehmen VISPIRON gliedert seine Geschäftstätigkeit in die vier Bereiche Messtechnik, Energy, Flottenmanagement und Engineering. Die ROTEC Messtechnik wird weltweit seit über 25 Jahren im Bereich der Drehschwingungsanalyse von Motoren, Getrieben oder Turbinen eingesetzt. In der Sparte Energy werden Modul-Montagesysteme entwickelt und schlüsselfertige Photovoltaik-Kraftwerke der Megawattklasse sowie Pumpspeicherkraftwerke gebaut. Im Segment Flottenmanagement wird ein Fahrtenbuch Management System angeboten. Die Einheit Engineering ist mit den Schwerpunkten Elektrotechnik und Informationstechnologie Entwicklungspartner zahlreicher Industrieunternehmen. Die VISPIRON betreut über 200 Kunden an nationalen und internationalen Standorten.

Pressekontakt
carolin.cavadias(at)vispiron.de
Tel. +49 (0)89 45 24 50 017


Kontakt

Carolin Cavadias
+49 89 45 24 50 017
carolin.cavadias(at)vispiron.de